Das österreichische Gesundheits­system befindet sich im Wandel. Medizinischer Fort­schritt, steigender Kosten­druck sowie ver­änderte Er­wartungen der Patient:innen führen dazu, dass Leistungen zu­nehmend vom stationären in den ambulanten Bereich ver­lagert werden. Dieser Trend – bekannt als Ambulantisierung – ist Ausdruck moderner, patienten­zentrierter Ver­sorgung und gewinnt rasch an Bedeutung.

Schonendere Operations­methoden, minimal­invasive Ein­griffe und ver­besserte Narkose- und Schmerz­therapien er­möglichen heute, Be­hand­lungen, die früher einen Kranken­haus­auf­ent­halt er­forderten, ambulant oder tages­klinisch durch­zu­führen. Für Patient:innen bedeutet das kürzere Auf­ent­halte, eine raschere Rück­kehr in den Alltag und hohe medizinische Qualität bei geringerer Be­lastung. Für das Gesund­heits­system er­öffnen sich neue Spiel­räume, um Ver­sorgungs­qualität und Effizienz mit­ein­ander zu ver­binden.

Bereits heute versorgt Mavie Med in seinen Gesund­heits­betrieben jähr­lich rund 135.000 ambulante Patient:innen. In den kommenden Jahren soll dieses Angebot weiter aus­ge­baut werden. Da An­forderungen, Prozesse und teil­weise auch recht­liche Rahmen­bedingungen für ambulante An­gebote oft anders ge­lagert sind, wurde 2025 mit der Mavie Med Ambulant GmbH dafür eine eigene Gesell­schaft ge­gründet. Sie bündelt die strategische Steuerung, Weiter­ent­wicklung und den Aus­bau der ambulanten Aktivitäten. Ziel ist es, neue Leistungs­angebote und Stand­orte zu er­schließen sowie be­stehende Strukturen ge­zielt weiter­zu­ent­wickeln und zu ver­netzen.

Edith Lachinger und Michael Schneider ver­ant­worten die Geschäfts­führung dieses neu ge­gründeten Unter­nehmens­bereichs. Im Interview auf Seite 9 des Unter­nehmens­berichts er­läutern sie, was sich Patient:innen von den neuen An­geboten er­warten können und warum an der Weiter­ent­wicklung patienten­zentrierter ambulanter Leistungen kein Weg vorbei führt.